Optionshandel

Die aktive Einkommenssäule für das Early Retirment ist der Optionshandel. Da dieses Handelsinstrument eher ein Schattendasein im deutschen Anlegerhorizont einnimmt möchten wir es im folgenden erklären:

Wichtig: Der Verkauf von Optionen ist keine Rocket-Science und jeder halbwegs interessierte Leser ist in der Lage diese Art des Handels innerhalb eines halben Jahres zu erlernen. Bitte handelt aber nichts, wenn ihr es nicht versteht. Der Verkauf von Optionen kann eine verlässliche Einkommensquelle darstellen, bei zu großem Risiko oder Unwissen ein Konto aber auch leerräumen.

Was ist Optionshandel?

Im Party Smalltalk lässt sich eine Option am Besten mit einer Versicherung beschreiben. Ähnlich wie eine Auto- oder Brandschutzversicherung sichern Optionen Risiken ab, in unserem Fall also Börsenprodukte wie Aktien oder Futures. Der Versicherungsnehmer (=Käufer einer Option) kann sich damit z.B. gegen fallende Kurse einer Aktie absichern. Dafür kauft er eine Option von einem Optionsverkäufer (wir) und bezahlt dafür eine Prämie.

Einfaches Beispiel Apple Aktie

Ein Angsthase hat sich Apple Aktien für je $100 gekauft. Obwohl er sich zuletzt ein neues iPhone für 1000 € gekauft hat, ist er überzeugt, dass Apple im kommenden Jahr stark fallen wird („Die Börse ist ja heiß gelaufen“, „Donald Trump ist das Ende der USA“ …). Wir bieten ihm aufgrund seiner Angst eine Versicherung dafür an. Der Deal könnte nun folgendermaßen aussehen.

Der Angsthase sichert sich gegen fallende Kurse ab, sagen wir ab einem Preis ab $90 (Kursschwankungen bis $90 hält er seelisch und moralisch aus). Er möchte diese Versicherung ein Jahr abschließen und zahlt eine Gebühr von $5 pro Aktie dafür. Diese $5 gehen auf unser Konto, da wir ihm diese Versicherung anbieten. Nach einem Jahr werten wir 3 mögliche Szenarien aus

Fall 1

  • Apple’s neuer Firmenchef trägt keinen Rollkragenpullover mehr und die Firma geht bankrott, die Aktie ist auf $0 gefallen.
  • Wir müssen nun den Verlust von ($90 – $0) ersetzen und dem Angshasen somit $90 bezahlen.
  • Wir haben aber durch den Verkauf der Versicherung eine Prämie von $5 erhalten, die Schulden betragen also “nur” ($90 – $5) = $85.

Fall 2

  • Apple ist nur leicht gefallen, und liegt nun bei $95.
  • Da die Versicherung erst bei $90 greift, haben wir „Glück gehabt“.
  • Wir dürfen die erhaltene  Prämie von $5 vollständig behalten

Fall 3

  • Apple hat das iPhone Galaktikum veröffentlicht und der Kurs hat sich auf $200 verdoppelt.
  • Auch hier greift die Versicherung nicht, da der Preis über dem “Versicherungslimit von $90 liegt), somit haben wir erneut “Glück gehabt”.
  • Wir dürfen auch in diesem Fall die die Prämie von $5 vollständig behalten.

Wo ist der Vorteil im Markt?

An diesem einfachen Beispiel sieht man, dass wir in 2 von 3 Fällen Geld verdient haben. Die Wahrscheinlichkeit spricht also eindeutig für uns als Optionsverkäufer.

Warum gibt es so viele Versicherungen, die Schutz gegen Waldbrände, Autokratzer oder den Anwaltskosten beim Nachbarschaftsstreit anbieten? Weil sie damit Geld verdienen! Die Wahrscheinlichkeit liegt immer auf Seite der Versicherung, also bei uns dem Optionsverkäufer. Im Einzelfall kann es natürlich zu großen Kosten kommen, wenn beispielsweise in einem Jahrhundertwinter überproportional viele Unfälle entstehen. Aber in der Summe verdient immer die Versicherung Geld. Und genauso verhält es sich mit Optionen, wir versichern das Börsenrisiko eines anderen und bekommen dafür eine (überproportional hohe) Prämie.

Wieviel kann man damit verdienen?

Schwer zu sagen, denn es gibt ja auch viele profitable Versicherungen, einige mit exorbitanten Renditen (aber auch Risiken?) und es gibt solche die aufgrund schlechten Risikomanagements am Rande der Existenz herumeiern.

Das Ziel:

10-20% Netto-Rendite pro Jahr, bei einem maximalen Rückgang des Depots um 5-10%.
Die monatliche Performance des Optionsdepots könnt ihr hier verfolgen. Die aktuellen Positionen die Max in seinem Depot hält werden immer auf Twitter aktualisiert.

Sammlung der Artikel die geplant sind (fertig sind)

  • Put und Call – Basics des Optionshandels
  • Wie kann ich mit dem Optionshandel beginnen
  • Wie hoch ist das Risiko?
  • Was sind Futures und Future Optionen
  • Was ist genau die Edge im Optionshandel?
  • Warum verdienen wir am meisten Geld wenn die Angst am größten ist (Volatilität)
  • Bei welchen Brokern kann ich Optionen handeln?

Aktuelle Handelsaktivitäten

Damit ihr ein Gefühl für die Positionen die gehandelt werden bekommt, haben wir einen Twitter Account eingerichtet. So seht ihr immer die aktuell gehandelten Positionen. Es wird jeder Gewinn aber auch jeder Verlust gezeigt. Schritt für Schritt werden auch einzelne Positionen erklärt. Bitte aber nicht einfach blind nachhandeln, die Tweets sind nur zur Information!

Literatur zum Einstieg

Ein sehr gutes Basiswerk zum Thema Optionshandel findet ihr hier.